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Das unsoziale Einkaufen

Silvio Siefke #Gesellschaft
Volme Galerie Hagen

In Hagen hat die Rathaus Galerie trotz aller Probleme am Eröffnungstermin die Türen erfolgreich geöffnet. Volme Galerie (SEB) und Rathaus Galerie (Gedo) soll für die Innenstadt eine Bereicherung sein, wobei ich bei Bereicherung eher an SEB und GEDO denken muss.

Rathaus Galerie Hagen

Einkaufzentren verbreiten Kälte, bieten wenig innovatives und helfen nur dem Zuhälter Geld von uns Konsumnutten einzusammeln. Die Zentren werden falsch geplant und dienen in Zeiten des niedrigen Zins Immobilienfonds als Parkplatz gesammelter Gelder. Einkaufszentren vereinfachen, fördern die Bequemlichkeit, belasten die Umwelt und vereinheitlichen das optische Bild der Städte. Sie zentrieren das Leben einer Stadt und Arbeitsplätze nebenliegenden Gemeinden vernichtet.

Ich finde Einkaufszentren zerstören das gesellschaftliche und soziale Leben einer Stadt. Nehmen wir Hagen, wir haben zwei gegenüberliegende Einkaufsstraßen. Dort findet man Geschäfte, Cafes, Resturants und Bäcker. Bei einem Einkaufsbummel durch die Straßen findet man viel eher einen Freund, Verwandten oder Bekannten. Man sitzt also schneller im Cafe und tauscht sich aus. Die Straßen bieten für Verbände, Parteien und Organisationen Möglichkeiten die Ideologien zu verbreiten. Das alles entfällt durch eine Zentralisierung des Publikumsverkehr. Für die Unternehmen ist das ein Gewinn, Reinigung, Verwaltung, Einkauf und Verkauf sind zentral gebündelt und somit eine Kosteneinsparung. Für die Sheriff und helfenden Anhang ist die Überwachung des potentielen Verbrechens einfacher und spart damit auch vielen Unternehmern Kosten. Jedoch ist es gesellschaftlich eine große Niederlage. Die kleineren Verkaufsflächen, Zusätze wie “to go” lassen die Konsumnetten wie eine Vieherde erscheinen die schnell abgefertigt wird und im Streß keinerlei Sicht für Familie und Freunde hat. Ist es System? Die Konsumnutten sind schneller abgefertigt und somit mehr Zeit sich mit Assitv der Lügenpresse weiter das Gehirn zu verdummen. Die Einkaufszentren können Organisationen, Verbände und Parteien die Werbung verbieten und damit den Herrschenden zu mehr Macht und Erfolg verhelfen. Das Zentrum hat ja schließlich Hausrecht und durch die Zentralisierung werden die Einkaufsstraßen leerer. Die äußeren Stadtbezirke versinken in Kosmetikstudios, Massagezentren, Assitoaster und Spielotheken und Wettjobs. Damit wird die graue Welt in die äußeren Bezirke verschoben und verschlechtern dort das gesellschaftliche Bild. Einkaufzentren sind also nur für “Staat” und Unternehmen ein Gewinn, für die “Gesellschaft” ist es eine rießengroße Niederlage.


  1. Trotz Flop gut besucht

  2. Schlechte Noten für Shopping-Center in Leipzig und Frankfurt

  3. Handelsblatt: Immobilienfonds setzen auf Einkaufszentren