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Science Fiction

Silvio Siefke #Medien

Furcht führt zu Wut, Wut führt zu Hass. Hass führt zu unsäglichem Leid. (Yoda, Star Wars)

Starwars der Klassiker der Science Fiction kennen sicher viele. Ich habe mir gerade Star Wars 7 angeschaut und bin enttäuscht. Es ist tatsächlich einmal mehr das gleiche wie in den vorherigen Filmen. Es gibt Feind und Freund den keiner unterscheiden kann, es gibt Raumschiffe, Laserschwerte, Laserwaffen, Krieg und SKlaverei. Der Tod des Todessterns ist natürlich einmal mehr der Start einer neuen Zeit, ich frage mich welche, schließlich wurde in “Die Rückkehr der Jedi-Ritter” schon ein Todesstern zerstört und damit eine neue Zeit, welche auch immer das ist, eingeläutet. Der Zuschauer erhält null Informationen was zwischen den Filmen “Die Rückkehr der Jedi-Ritter” und “Das Erwachen der Macht” passiert ist, die alten Bekannten sehen aus als wenn hier eigentlich genügend passiert sein sollte. Aber wie so oft wird die Geschichte nicht weiter erzählt, am Ende ist es der Kommerz und die vielen kleinen und großen Dinge um die Filme herum die sich der geneigte Zuschauer anschaffen soll / muss. Anscheinend will der neue Regisseur mit den nächsten Film diese dämliche Tradition brechen und dort weiter machen wo “Das Erwachen der Macht” aufgehört hat.

Groß machen Kriege niemanden! (Yoda, Star Wars)

Am schlimmsten finde ich die Order 66 und die Geschehnisse darum. Die Jedis spüren wenn tausende Kilometer einem anderen was passiert, wenn ein ganzer Planet vernichtet wird, können mit Tiere kommunizieren und viele andere Dinge. Das der größte Feind unter Ihnen ist, dass haben die nicht gespürt? Die spürten nicht das der Klonkrieg vom Kanzler der Republik gelenkt wurde? Das ist sogar den Klonen aufgefallen, die irgendwann fragten, warum nur punktuelle Siege erfolgten, aber die Klonarmee nicht einmal zur einer großen entscheidenden Schlacht eingesetzt wurden. Außerdem hat ein Klon einen Jedi erschossen, wurde daraufhin aber für verrückt erklärt und der Fall nicht weiterverfolgt. Die Order 66 war öffentlich einsehbar, also nicht geheim, wieso waren die Jedis von den Wandel der Klone so überrascht? Warum ist Anakin Skywalker so schnell umgekippt? Okay, er hatte Angst um Padmé Amidala, die Beziehung war geheim und Sie war schwanger, aber deshalb gleich eine komplette Kehrtwende? Jahre guter Ausbildung, intakter Familienstruktur mit Ehefrau, Job und Freunde wird innerhalb von Minuten weggeschmissen? Selbst wenn das zur so einer Wandlung führt, aber danach schlimmer zu sein als der Teufel persönlich? Ich finde das sehr komisch.

Der erste Todesstern

Mir ist unerklärlich warum ausgerechnet “Star Wars: Das Erwachen der Macht” ein großer Hit sein soll? “Star Wars: “Die Rückkehr der Jedi-Ritter” ist doch ähnlich. Wir hatten einen Jedi und einen Sith, wir hatten Han Solo, eine “Spezialoperation” und ein Todesstern der einmal mehr eine Bedrohung ist. Im neuen Film sind die Schauspieler älter und neue hinzugekommen, aber die Grundlage, dass Drehbuch ist das gleiche. Es liegen ein paar Jahren dazwischen, Lucasfilm hat Star Wars an Disney verscherbelt, was sicher zu mehr Werbung, mehr “Film Prostitution” führte und so ein paar mehr Zuschauer kamen, aber so ein extremer Erfolg? Ich verstehe es nicht! Ich verstehe auch nicht warum Matrix ein Erfolg war, Avatar, The Avengers und so weiter. Es sind doch im Prinzip Filme mit gleicher Handlung. Feindbild, Krieg, Gewalt, Gut und Böse. Was ist den daran neu? Das ist wie mit Krimiserien, CSI Schwachsinn, NCIS Schwachsinn und andere dieser Arten. Schaut man eine Folge, weiß man automatisch wie der Rest ausgehen wird. Okay bei den Krimiserien kann man sich noch vorstellen, die wollen Werbung für die Polizei machen und dem Volk Angst vor dem Staat und damit zum Gehorsam erziehen. Aber wofür will StarWars Werbung machen? Dafür das wir selbst in der Zukunft kein Stück weiter gekommen sind als heute? Außer das wir mit Raumschiffen statt dem Auto “fahren” und die Waffen den Tod durch Laser statt Schwarzpulver vollziehen hat sich nichts geändert. Okay mehr Lebewesen, aber wie ich Deutschland, Europa heute sehe, würden die diese “Lebewesen” am liebsten auf eine einsamen Planeten sperren, damit die Rasse Mensch sich selbst erledigen darf. Sklaverei ist okay, aber Leben darf nur der Mensch.

“Oh dieses Schwarze Loch, ähm, ist wirklich ein großes… Ding… es ist, ähm… Im grunde genommen ist es ein… mächtiges… Loch… Da draußen…” (O´Neill, Stargate SG-1)

Stargate SG-1 und Stargate Atlantis kenne bestimmt ein paar von euch. Ist das nicht schrecklich? Wir stellen uns vor, wir machen eine Expedition um in entfernten Galaxien zu forschen und zu lernen. Da Mensch von Natur aus Angst hat, geht er natürlich nie ohne Waffe aus dem Haus. Bei den Fremdlingen angekommen redet man den angeblich überlegenen etwas von Selbstschutz ein. Ist das die kranke Natur? Der absolute Blödsinn? Schlimmer wird es dann natürlich, wenn es vier der unterlegenen Rasse schaffen die überlegene Rasse zu besiegen. Mac Gyver macht sich auch mehr als lächerlich, der doofe der nur schießen kann, etwas gegen Russland hat und allgemein nicht gerade animiert ist Errungenschaften mit anderen zu teilen. Alles meine, alles unsere und die anderen können uns am Arsch lecken. Dazu kommt in beiden natürlich das beschränkte amerikanische denken, die Welt ist gut und böse, also muss das weite Weltall auch gut und böse sein. Dabei muss jede Rasse deren IQ größer als die eigene Körperwärme ist wissen das Kriege keinerlei Sieger haben, sondern nur Verlierer. Aber das ist in den USA wie in Europa noch nicht angekommen. Warum führt zum Beispiel kein asiatisches Land dauernd Krieg? Den Nahen Osten zählen wir nicht, der wurde von Europa und den USA in Brand gesetzt.

Stargate SG-1

Warum wird in den Filmen nie die Soziologie, Ökologie und “Gesellschaft” besprochen? Warum sind ScFi Filme das gleiche wie heute nur mit Laser und Raumschiff? Warum ähneln ScFi Filme mehr Western als Zukunftsvisionen? Warum kommt nicht einmal der Mensch, die “Gesellschaft” in den Vordergrund eines Filmes? Es gibt noch Herrschaft, die Sklaverei und das Geld. Kennt Ihr The Walking Dead? Eine Idee die mich sehr interessiert hat und was war es am Ende? Wieder einmal das typisch amerikanische Denken von gut und böse, Gewalt, Hass und Neid. Die Zombies haben die Menschheit dahin gerafft und die verbleibenden Menschen haben nichts anderes zu tun als Diktatoren aufzubauen und sich gegenseitig zu töten. Die Serie ist versaut. Kennt Ihr Zoo? Auf diese Serie habe ich mich gefreut, gerade weil ich Tiere mag, und was ist es wieder? Es gibt die Guten und die Schurken. Es steht wieder nur der perverse Mensch / Handlung im Vordergrund, die Tiere um die es geht sind nur ein Nebenschauplatz. Man kann es mit den Serien und Filmen allmählich vergessen.