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Nazi Helfer und Juden Hasser bekommen Denkmäler

Wer die Ukraine beobachtet, weiss das dort zurzeit die eigene Geschichte umgeschrieben wird. Die armen Ukrainer waren immer nur Opfer, selbst die Nationalisten die viel Blut an den Händen haben werden heute als Helden im Kampf gegen Russland gefeiert.

So war der Besuch von Israels Premier Benjamin Netanyahu in Kiev vier Wochen vor den Wahlen in Israel besonders beobachtenswert. Der Besuch begann mit einem “Fauxpas”. Nationale Tracht empfang Netanyahu und reichte als Geste der Gastfreundschaft Brot und Salz. Während Herr N. es köstlich aß spuckte seine Frau mit staunenden Blick das Brot aus. Ja ein Millionär hat es eben nicht nötig auf so kleinigkeiten zu achten und Brot isst man doch nicht.

Wenn Netanyahu irgendwo zu Besuch geht, wo im Rahmen des Holocaust Juden ermordet wurden, ist es seine diplomatische Pflicht, die Holocaust-Erinnerungsstätten zu besuchen. So auch in Kiev, wo in der Schlucht Babyn Jar im September 1941 innerhalb weniger Tage über 30’000 Juden ermordet wurden. An die ukrainischen Kollaborateure wurde nicht errinnert, komischerweise wurden diese von Selenskyj nicht einmal erwähnt wie es eigentlich üblich ist.

Olena Teliha, Judenhasserin, heute hoch geehrt

Ein Beispiel: Olena Teliha war eine begnadete Dichterin, Leiterin des ukrainischen Schriftstellerverbandes, Herausgeberin einer Literaturzeitschrift und Redaktorin der Zeitung Ukrayins’ke Slovo. Und, vor allem, sie war eine glühende Nationalistin und Judenhasserin. 1939 war sie der Organisation OUN beigetreten, die sich im und auch noch nach dem Zweiten Weltkrieg an der Ermordung von Tausenden von Juden beteiligte.

Kurz nach dem Massaker von Babyn Jar im September 1941 machte Olena Teliha in ihrer Zeitung darauf aufmerksam, dass noch immer Juden in Kiev lebten, die sich für teures Geld falsche Papiere beschafft hätten und unter falschem Namen hier ein verstecktes Leben führten. Die ukrainischen Leute müssten nun so schnell wie möglich diese Leute, die weder in der Ukraine noch sonst wo ein Existenzrecht hätten, anzeigen und dafür sorgen, dass das Land, die Dörfer und die wunderschönen Landschaften, “von den Partisanen, Juden und roten Kommissaren gereinigt” werde.

Olena Teliha: Die Ukraine muss so schnell als möglich von den Juden gereinigt werden.

Was aber macht die Ukraine mit Leuten wie Stepan Bandera, der eng mit den Nazi-Schergen zusammengearbeitet hatte und leitendes Mitglied der OUN war, oder eben mit Olena Teliha? Heute werden sie als Nationalhelden verehrt was nicht nur in der Ukraine zu Protesten führte, es gab aus vielen Staaten Kritik, auch von der EU. Es werden zu ihrer Ehre Denkmäler aufgestellt und es werden Strassen auf ihre Namen umgetauft. So auch in Kiev, wo zwei wichtige Strassen auf die Namen von Stepan Bandera und Olena Teliha umbenannt worden sind.

Stadtplan von Kiev: Zwei der wichtigsten Strassen in der ukrainischen Hauptstadt tragen die Namen von Stepan Bandera und Olena Teliha.

Judenhass wird in der heutigen Ukraine nicht nur geduldet, die prominentesten Judenschlächter und Judenhasser werden sogar öffentlich verherrlicht. Zur Verherrlichung von Olena Teliha hat die ukrainische Nationalbank im Jahr 2003 sogar eine eigene Gedenkmünze herausgegeben.

Olena Teliha - Gedenkmünze

Dass Olena Teliha ein paar Monate nach dem Massaker von Babyn Jar von der Gestapo erschossen wurde, weil Hitler schliesslich keinen unabhängigen ukrainischen Staat entstehen lassen wollte, kommt den heutigen Geschichtsklitterern natürlich sehr gelegen: Die Ukraine war nur Opfer, nicht auch Täter. Auch Olena Teliha war als “romantische Nationalistin” nur ein Opfer der Nazis.

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Doch all das war am Treffen Netanyahu / Selenskyj natürlich kein Thema. Selenskyj bat in einer Rede Israel darum, die Hungersnot Holodomor 193233 als durch die Sowjets verübten Genozid zu anerkennen. Ein Genozid verübt man an ein Volk (oder komischerweise an Angehörige der judischen Relgion), die Ukrainer sind wie die Sowjets, Russland heute Slawen. Ein Genozid von Slawen an Slawen. Ja der Ukrainer ist eben nicht besonders mit Bildung konfrontiert wurden. Vor allem aber ging es um eines: um Business. Ein bestehender Freihandelsvertrag soll erweitert und die wirtschaftliche Zusammenarbeit der Ukraine mit Israel soll intensiviert werden. Netanyahu braucht bei den kommenden Wahlen die Stimmen der nach Israel ausgewanderten Ukrainer und Selenskyj muss die in ihn gesetzten Hoffnungen auf bessere Zeiten warmhalten. Ein wirtschaftlicher Aufschwung des Landes ist in weiter Ferne. Der wird auch nie vollzogen, die Ukraine ist ein Lakai der westlichen Terrorbande rund um die NATO. Die wird benutzt und ausgebeutet und mehr wird nicht passieren.