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GEZ auch für die Zeitungen

Das die Zeitungen sich in einer Krise befinden ist bekannt? Die Abozahlen schrumpfen jährlich, was logisch ist, wer will Nachrichten von gestern lesen, die zum größten Teil auch noch von der DPA kopiert werden. Abgesehen von den Einheitsbrei und den Verwicklungen der Zeit zum Beispiel mit Atlantik Think Tanks. Die SED war vielfältiger als deutsche Medien.

Der Völkische Stürmer BILD wurde die letzten Jahre immer brauner und hat das Hetzen gegen Fremde, sozial schwache und Andersdenkende zum täglichen Geschäft gestrickt. Das reicht aber auch nicht mehr um Verkäufe zu generieren. Der Spiegel probiert es mit Impfgegnern und verliert, der Stern hat das Özil Bashing aus der Schublade geholt und verliert ebenfalls.

Was lernen wir daraus? Die Medien machen keine Gewinne mit den Verkaufserlösen deren Produkte, dass Geld und der Gewinn steckt in der Werbung. Bild verzweifelt an den Klagen gegen Adblocker. Was wir auch gelernt haben, die Nachrichten sind unwichtig, die Werbung ist die Information und der Adblocker ist verantwortlich für Trump und Brexit, weswegen sich die Medien ein Verbot ins Gespräch brachten.

Der Gesetzgeber ist der große Beschützer der Medien, wie der Autobranche und der Banken. Die Medien haben das Leistungsschutzrecht bekommen was so erfolgreich war das die Google alle selbst die Bude wieder einliefen, die haben Ausnahmen beim Mindestlohn und brauchen nicht die volle Beiträge zur Rente für die Zusteller bezahlen. Also Subventionen ohne Ende für eine Branche die weit weniger vielfältig ist als die SED und trotzdem dreist diese Argumentation nutzt. Ein Bertelsmann Stiftung 4 Opfer (ALG2) muss sich täglich etwas von Wirtschaftlichkeit anhören, während unfähige Person Millionen in den Arsch geblassen bekommen.

Jetzt dürfen wir die Zeitungen auch direkt mit finanzieren und das obwohl immer weniger die Zeitungen lesen. 40 Mio. Euro zusätzlich zu den schon laufenden Subventionen erhalten die Zeitungen nächstes Jahr. Aber zeigen sich diese dankbar? Nein, im Gegenteil es ist zu wenig wie DNV berichtet. Der Chef der Propaganda Blätter (BDZV) findet:

Die vorgesehene geringe Förderhöhe für das Jahr 2020 löst aber kein einziges Problem. Die Fördersumme mag zunächst hoch erscheinen, hätte aber pro ausgeliefertem Zeitungsexemplar weniger als einem Cent entsprochen. Dem stehen durchschnittliche Vertriebskosten von 52 Cent pro ausgetragener Zeitung gegenüber. Der hohe Kostendruck bei der Zeitungszustellung bleibt eine Herausforderung mit gesellschaftspolitischer Tragweite, was sich zukünftig auch in einer angemessenen und wirksamen Förderhöhe widerspiegeln muss.

Es geht dreister, es wird von Herrn Eggers einmal mehr das Argument der Vielfalt genommen um noch mehr Geld für ein totes Pferd zu erpressen:

Wer auch in Zukunft auf eine Pressevielfalt im Lokalen Wert legt, wird eine angemessene Fördersumme anvisieren müssen. Um eine nahezu flächendeckende Sicherung der Zustellung auch zukünftig leisten zu können, müssten die Verlage je nach Region eine Summe zwischen 5 und 7 Cent (gerundet) pro Anzeigenblattexemplar erhalten. Dies würde hochgerechnet auf die Anzeigenblattbranche einen Betrag von 200 bis 300 Mio. Euro ergeben. (…) Auch im Vergleich zu anderen europäischen Ländern, die ihre freie Presse bereits umfassend unterstützen, bleibt die geplante Summe deutlich hinter den notwendigen finanziellen Erfordernissen der Verlage zurück.

Lächerlicher geht es nicht mehr. Anzeigen sind Pressevielfalt. Es muss gefragt werden was hier geraucht wird? Jeder kann im Internet die verkauften Fakten der Bild & Co. selbst recherchieren und wird schnell die Lügen entlarfen. Es wird gelogen, weggelassen und manipuliert. Nachrichten sind etwas anderes als das was Zeitungen, oder die Tagesschau bieten. Recherche ist Fehlanzeige, kopieren ist einfacher als tatsächlich zu arbeiten.

Wir sollten uns anfangen die folgende Frage zu stellen: “Wenn die Regierung nun die Medien schon mit Millionen subventioniert, wie können wir dann kritische Presse erwarten?” Wie passt das mit einer unabhängigen und freien Presse in der so gefaselten Demokratie zusammen?