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Russland hat Humor

Der Außenminister der europäischen Union Josep Borell sprach vom nahenden Ende der weltweiten westlichen Dominanz. Etwas was insbesondere in Deutschland gerne verdrängt wird obwohl es entsprechende Spuren gibt die niemand abstreiten kann.

In der Geschichte gab es stets ein Ende der Epochen, vom Mittelalter, Römischen Reich, Entdeckungen Amerikas, industrielle Revolution, 1000 jährige Reich und Kalter Krieg. Menschen entwickeln sich und das weltweit und der Westen hat es versäumt zusammen zu arbeiten, zu teilen, er nimmt, versklavt und führt Kriege. Es entstehen andere Systeme, andere Gedanken und alternative Wege die bestritten werden können.

Maria Sacharova, die Sprecherin des russischen Außenministerium hat das Thema aufgegriffen und mit russischen Humor geantwortet.

Zu den Äußerungen Josep Borrells über “das Ende des US-geführten Systems”

Unsere Aufmerksamkeit erregten mehrere jüngst getätigte Äußerungen des Hohen Vertreters der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Josep Borrells, die er bei einer Videoansprache bei der Sitzung der Botschafter und Ständigen Vertreter der Bundesrepublik Deutschland machte. Das alles wurde in den Medien beleuchtet. Er sagte, dass das neuartige Coronavirus als “Katalysator der Geschichte” auftrat. Wie er sagte, geschah das, worüber Analysten so lange sprachen: es kommt “das Ende des US-geführten Systems”, es beginnt das “Jahrhundert Asiens”. Eine interessante Äußerung aus der Sicht, auf welche Analysten sich unsere europäischen Partner berufen.

Wir machten eine kurze Analyse, vertieften uns in die jüngste Geschichte und sahen, welche Analysten solche Prognosen noch vor einigen Jahren machten. Wir bieten ihnen ein Paar sehr interessante Zitate.

  1. Januar 2015. “In dem Maße wie die USA und der ganze so genannte ‘historische Westen’ ihre absolut dominierenden Positionen verlieren, die sie seit mindestens für Jahrhunderten genossen, (…) entstehen objektiv, als Ergebnis eines natürlichen Verlaufs der Geschichte neue Zentren des Wirtschaftswachstums, Finanzstärke, politischen Einflusses (…), die USA greifen leider zu Methoden, die illegitim sind und mit denen sie den Rückgang ihrer relativen Rolle in der Weltpolitik stoppen wollen”.
  1. März 2017. “Man sollte zugeben, dass sich die Welt änderte und sich davon unterscheidet, wie sie vor hunderten Jahren war, als die Führungsrolle der Westen spielte”. “Wir leben in einer polyzentrischen Welt. Egal wie man sie nennt – multipolar, polyzentrisch bzw. mehr demokratisch – der Prozess läuft”.
  1. August 2015. “Wir beobachten das Ende einer sehr langen Epoche des historischen, wirtschaftlichen, finanziellen, politischen Dominierens des Westens. Das dauerte hunderte Jahre. Jetzt tritt diese Epoche in objektive Widersprüche damit, dass sich real neue Kraftzentren, darunter in der Asien-Pazifik-Region bilden. Anscheinend ist es nicht sehr einfach, zuzugeben, dass deine Herrschaft, fast unteilbare, die seit vielen Jahrhunderten existierte, zu Ende ist”.
  1. Oktober 2014. “Wir haben nicht einfach mit Beginn einer weiteren historischen Etappe zu tun, sondern anscheinend Wechsel der Epochen (…) ein prinzipiell neues Bild der Welt, das sich nicht in eine seit einigen Jahrhunderten gebildete Vorstellung von der Dominanz des Westens in der internationalen Politik, Finanzen, Politik einordnet”.

Was ist das für ein Analyst, der das vorhersah, was heute unsere Partner in der EU sagen, indem man buchstäblich Zitate vor zwei, drei bzw. fünf Jahren wiederholt? Sie werden nicht glauben: das ist der Außenminister Russlands, Sergej Lawrow.