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Die Bilanz in Afghanistan aus russischer Sicht

Die NATO einschließlich der Schurken aus den USA sind in Afghanistan gescheitert. Keine Ziele erreicht nur mehr Menschen getötet und gegen sich aufgebracht. Das ist natürlich nur Propaganda wie der demente Biden erkannte.

“Ich kann sagen, dass die Vereinigten Staaten das Ziel erreicht haben, das zu Beginn des Einsatzes in Afghanistan festgelegt wurde. Es ging um den Umgang mit denen, die uns am 11. September angegriffen haben.”

Dabei hat die USA wieder mit der Taliban verhandelt und die Herrschaft der NATO in Afghanistan machte das Land zum größten Opiumanbaugebiet, welches seine Kunden im Westen über das andere gescheiterte Projekt Kosovo findet.

Maria Sacharova hat in einer offiziellen russischen Erklärung eine ganz andere Bilanz gezogen.

Maria Sacharova

Große Aufmerksamkeit im internationalen Medienraum wird dem Beschluss über das Ende der Nato-Mission in Afghanistan gewidmet. Dieses Thema stand seit vielen Jahren auf der Tagesordnung. Wie sie sich erinnern können, haben US-Präsidenten Truppen da mal abgezogen, mal eingezogen. Es ist eine weitere Etappe der Beobachtung dieser Situation.

Wir fixierten den von der Nato angekündigten Beschluss, Truppen aus Afghanistan abzuziehen, die nach einer ähnlichen Erklärung Washingtons erfolgte.

Sowie wir verstehen, geht die 20-jährige Präsenz der Nato-Truppen in Afghanistan zu Ende. Die unter dem Motto des Kampfes gegen Al-Qaida und der Taliban-Bewegung begonnene Militärkampagne dehnte sich zu den Anstrengungen zu einem Staatsaufbau in einem asiatischen Land aus. Laut westlichen Beobachtern kann die Nato-Mission in Afghanistan eindeutig als gescheitert bezeichnet werden. Man möchte, dass Einschätzungen nicht nur Experten und Journalisten geben, obwohl sie alle das Recht auf ihre Position haben. Es wäre wichtig, einen Bericht im UN-Sicherheitsrat über langjährige Anstrengungen, die entsprechende Truppen unternahmen, zu hören – das Mandat wurde doch vom UN-Sicherheitsrat ausgestellt.

Nach zwei Jahrzehnten Konfrontation kontrolliert die Taliban zumindest mehr als die Hälfte des Landes und setzt einen bewaffneten Kampf gegen die Regierung Afghanistans fort. Das Potential Al-Qaidas sank, doch die Zellen der Terrororganisation bleiben nach UN-Angaben in elf afghanischen Provinzen bestehen. Zudem wurde Afghanistan vor dem Hintergrund der Präsenz der Nato-Truppen ein Ort für neue globale Terrorbedrohung der ISIL, die bis zu 4000 Extremisten im Lande hat und regelmäßig Terroranschläge, darunter in Kabul organisiert.

Ein trübes Bild ist im Bereich Antidrogenkampf zu erkennen. Während der Nato-Präsenz stieg die Anbaufläche für Mohn zur Opiumgewinnung um mehr als 20-fache (auf 163 Hektar im Jahr 2019). Auf Afghanistan entfallen mehr als 80 Prozent des globalen Opiaten-Marktes. Laut UN-Angaben werden in 24 von 34 Provinzen des Landes Drogen produziert.

Trotz milliardenschweren Spritzen, die höher als die Mittel, die von den USA laut Marschall-Plan zum Wiederaufbau Nachkriegs-Europas bereitgestellt worden waren, sind, bleibt die Islamische Republik Afghanistan das ärmste Land Asiens mit einem der höchsten Niveaus von Korruption und Arbeitslosigkeit, die mindestens einen Drittel der wirtschaftlich aktiven Bevölkerung des Landes umfasst.

Milliarden Dollar, die für die Ausbildung der Spezialisten für afghanische nationale Sicherheitsstrukturen bereitgestellt worden waren, lösten sich auf. Der Fakt, dass die afghanischen Probleme keine militärische Lösung haben, wurde von Amerikanern erst nach zehn Jahren einer unrühmlichen Kampagne begriffen. In dieser Zeit wurden Dutzende Tausende friedliche Einwohner getötet und verletzt. Viele wurden zu Opfern von willkürlichen Angriffen der Nato-Kräfte, die in der Allianz zynisch Kollateralschaden (das zu Menschen!) genannt werden. Weitere Dutzende Tausende Menschen mussten Afghanistan auf der Suche nach einem friedlichen Leben verlassen. Die Afghanen bilden bislang eine der größten Gruppen der Flüchtlinge, die Asyl in Europa suchen.

Die Amerikaner und andere Nato-Vertreter versprachen nach den Abzug, die afghanischen Sicherheitskräfte weiterhin zu unterstützen. Ob sie das schaffen werden, ist eine große Frage, weil die Allianz seit 20 Jahren die Aufgabe, kampffähige Sicherheitsstrukturen vor Ort zu schaffen, die das Land selbstständig verteidigen und für Ordnung sorgen können, nicht meisterte.